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Es weht der Wind, die Sonne lacht, das Apfelfest hat Spaß gemacht

15.10.2008
 

Pünktlich zwanzig Minuten vor Beginn sicherten sich, wie jedes Jahr, die ersten Stammgäste ihre Plätze zum Apfelfest am 11.10.2008 im Gölsdorfer Kulturhaus, welches zu diesem Zweck liebevoll dekoriert worden war. Möglicherweise hatte die Gäste die Erinnerung an den Duft der zahlreichen und verschiedensten Apfelkuchen angelockt, die die „Frauen vom Lande" gebacken hatten (14 allein in diesem Jahr). Schokoladenapfelkuchen, schwedische Apfeltorte, Apfelschüttelkuchen, Apfelmohnkuchen, Apfelmuffins, Apfelpfannkuchen und viele andere mehr boten eine geschmackvolle Variation zum Thema Apfel. Dies mit einem frischen Kaffee zu verbinden, stellt einen einfachen, aber kaum zu überbietenden Genuss dar.

Damit aber nicht genug. Pünktlich am frühen Nachmittag war nicht nur die Sonne zur Hochform aufgelaufen und verwandelte den Tag in einen der berühmten „Altweibersommer-Tage", auch der Wind hatte sich besonnen und den Kindern die Freude gemacht, leicht zu wehen. Dies war der Beginn des Drachensteigens mit allem was flog. Kleinste Leichtwinddrachen und normale Drachen wurden am Stand gekauft und gleich ausprobiert. Die Teilnehmer hatten ihren Spaß und rannten über die Wiese, oft bis ihnen die Puste ausging.

Neben dem breiten Angebot der Gölsdorfer Frauen (Apfel- und Quittengelee, Apfelschmalz, Äpfel, Nüsse u.v.a.m.) unterstützte uns Frau Schwarz aus Tempelberg wieder mit einem Stand, der sich eines regen Zuspruchs erfreute.

Gestärkt durch Kaffee und Kuchen ging es zur Tombola über und sage und schreibe jedes Los gewann.

Beim Apfelschälen siegte Otilie Schlüter mit einer Apfelschale von der beachtlichen Länge von 1,44 m. Es wäre ungerecht, die vielen Herren unerwähnt zu lassen, die sich ebenfalls sehr tapfer schlugen, doch nur die Übung macht den Meister. Das Gewicht eines vollen Apfelkorbes möglichst genau zu schätzen, war eine weitere Disziplin rund um den Apfel. Schnell zeigte sich, dass das Gefühl uns gewaltig täuschen kann. Den Wettbewerb um den größten und schwersten  Apfel gewannen zwei der kleinsten Teilnehmerinnen, Annalena und Kimberly.

Eine Besonderheit des Gölsdorfer Apfelfestes ist die Möglichkeit, verschiedene Apfelsorten kosten zu können. Zu diesem Zweck hatte die Arbeitsgruppe um Dr. Hilmar Schwärzel von der Obstabteilung des LVFL in Müncheberg dankenswerterweise wieder 20 Apfelsorten bereitgestellt. Darunter befanden sich auch sehr alte, aber geschmacklich hervorragende Sorten. Viele Gäste kannten bestimmte Sorten aus ihrer Jugend und konnten sich an deren Geschmack erinnern. Häufig war dies der Anlass, noch einmal zu kosten, um sich dann einen entsprechenden Apfelbaum in den Garten stellen zu können. Meist sind es heute nur „Naschäpfel"; denn die Zeiten des großen Einkochens sind vorüber. Wichtig, und dies ist auch ein Anliegen unseres Apfelfestes, ist das Vertrautmachen mit der geschmacklichen Vielfalt von Apfelsorten und hier besonders einiger alter Sorten. An den Feldwegen rings um Gölsdorf sind noch viele davon zu finden. Leider werden diese Bäume immer älter und so droht dieser Teil unserer  heutigen Kulturlandschaft zu verschwinden. Dem Spruch folgend „Liebe geht durch den Magen" versuchen wir die Einwohner und Gäste durch Verkosten auch auf dieses Problem aufmerksam zu machen.

Nach all den Aktivitäten und Informationen rundete ein „leicht beschwipster Bratapfel" oder eine Bratwurst sowie ein Schluck würzige Apfelbowle, kredenzt aus einem großen Kürbis, die kleine kulinarische Tour ab. Schnell noch etwas Kuchen für den Sonntag mitgenommen und so ging ein gelungener Nachmittag zu Ende. Das Wiedersehen im nächsten Jahr wurde schon fest vereinbart, verbunden mit dem Dank vieler Gäste für die liebevolle Gestaltung.

 

Vielen Dank an die Gölsdorfer Landfrauen, die den Gölsdorfern und ihren Gästen einen wunderschönen Nachmittag bereitet haben.

 

S. Pieper

Ortsbürgermeister

 
 
 
 
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