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Schloss Heinersdorf mit über 120 Besuchern

Heinersdorf, den 16.05.2012

 

So viele Gäste kamen bzw. wurden in der Langen Nacht der Museen mit dem Bus vor das Herrenhaus gefahren. Ihr Interesse galt diesem historischen Gebäude, und ich durfte ihnen während der Führungen einiges dazu erzählen; von den Anfängen im 17. Jahrhundert durch Franz von Meinders, den Diplomaten im Dienst des Großen Kurfürsten, den überaus wertvollen Barockstuck, vergleichbar mit dem im Schloss Köpenick, von den Um- und Erweiterungsbauten am Ende des 19. Jahrhunderts durch den Rittergutsbesitzer Günther Schulz von Heinersdorf, einen bemerkenswerten Gutsherren, der schon beim Aufstehen sehen wollte, dass seine landwirtschaftliche Firma läuft, vom Stuck aus der Gründerzeit über eine gedrehte Treppe, die aus vielerlei Gründen heute auf einem Türstock ruht, über das höchste Klo im Gebäude und bemerkenswerte Zimmermannsleistungen bis zu einem Schornstein, der nur so tut, als ob er einer sei ...

Möglich wurde dies alles aber nur durch viele fleißige Helfer und Unterstützer, die diesen kulturellen Höhepunkt  über einen langen Zeitraum vorbereiteten und am 11. Mai größtenteils auch selbst anwesend waren.

In diesem Zusammenhang gilt mein Dank vielen Heinersdorfern, aber auch Auswärtigen, denen Kultur offenbar nicht egal ist.

Dabei fällt mir zunächst Frau Jane Gersdorf vom Ortsbeirat ein, die sich maßgeblich um die Organisation dieses Tages, Entschuldigung, dieser Nacht! kümmerte und dabei häufig auch selbst mit Hand anlegte, ebenfalls unser stellvertretender Bürgermeister und Bauamtsleiter Ralf Artelt, der kurz vor Beginn unkompliziert die Brandschutzfreigabe erteilte, die Kameraden Simon jun., Wegner jun. und Rave von der Heinersdorfer Feuerwehr, welche die Brandwachen stellten und vielerlei praktische Hilfe leisteten.

Das Konzerttrio Annegret Huth, Peter Blazeowski und Jörg Kinne erfreuten mit Barockmusik von Johann Joachim Quantz, dem Flötenlehrer Friedrichs des Großen, die Besucher und Zuhörer. Ebenfalls mit Flötenmusik begrüßte Frau Böhnisch die Gäste im Treppenhaus.

Musik ganz anderer Art lieferte Hermann Naehring mit den Schülern seiner Trommlergruppe. Das alte Gemäuer erdröhnte ...

Auf Schülerarbeiten waren Ansichten des Herrenhauses zu sehen, welche unter Anleitung der Künstlerin Petra Wagner während des Projekttages am 3. April entstanden. Und Evi Lilienthal, Leiterin unseres Jugendklubs, konnte auf zahlreiche großformatige Fotos verweisen, die Jugendliche zum Thema "Geschichte" gefertigt hatten.

Auf einer alten Schulbank konnte man sich unter Anleitung unserer ehrenamtlichen Bibliothekarin Kerstin Neitsch in der alten deutschen Schreibschrift  versuchen. Nebenan warb Frau Gabi Moser vom Evangelischen Kirchenkreis mit Flyern, Beamer und Leinwand für das Projekt "Mitfahrzentrale".

Und zahlreiche Damen und Herren des Tanzkurses von Frau Dr. Bettina Scheerer zeigten im frisch gebohnerten Saal, wie gut sich dieser Raum zum Tanzen und vieles andere eignet.

Unter dem Vordach und einem großen Zelt konnte man sich an würziger Kartoffelsuppe, zubereitet  von Frau Durotin und ausgeschenkt von Frau Heese, stärken. Und Carola und Henry Krause ergänzten diese Stärkung mit Neuzeller Kartoffelbier, Schmalzstullen und ihren Heinersdorfer Spezialschnäpsen ...

Hab ich noch jemanden vergessen?? - Ja!! - All diejenigen, die beim Großreinemachen am 5. Mai dabei waren. Ihnen ein besonders großes Dankeschön!

 

W. Funke, "Denk-mal-Kultur e.V."

 
 
 
 
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