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Tempelberg

Tempelberg

Über 600 Jahre war Tempelberg (erste urkundliche Erwähnung 1244) eine Tagesreise von Berlin entfernt. Die Gründer des Dorfes, Tempelritter aus der nahen Komturei Lietzen, bedachten bei der Anlage ihrer Stützpunkte, dass man diese untereinander jeweils an einem Tage erreichen konnte, weshalb nächste westliche Station der Templer das heute zu Berlin gehörende Tempelhof wurde. Diese Entfernung gefiel offenbar auch dem französischen Kaiser Napoleon Bonaparte; ordnete er doch nach der Besetzung Preußens durch französische Truppen 1806 an, dass der von ihm zum Staatsfeind erklärte leitende Kabinettsminister Karl August v. Hardenberg sich nur 40 Meilen vom Hof seines Königs Friedrich Wilhelm III aufhalten durfte. Zwar hatte der große Reformer das zuvor der Familie v. Wulffen gehörende Gut bereits 1801 aus privaten Gründen erworben, doch nun konnte er in der Abgeschiedenheit des Dorfes seine fortschrittlichen Ideen in Denkschriften zu Papier bringen. Zusammen mit dem Reichsfreiherrn Karl von und zu Stein bewirkte er schließlich in Preußen die Bauernbefreiung, die Städteordnung, die Gewerbefreiheit u. a. m. Das Schloss wurde nach 1945 im Zuge der Bodenreform abgetragen. Zwei erhaltene Kavaliershäuser und eine kleine Parkanlage erinnern heute noch an den einst herrschaftlichen Sitz.

Nach Recherchen der Heimatforscherin Christa Raddatz ist Tempelberg auch Geburtsort des berühmtberüchtigten Hans Kohlhase, dem Heinrich v. Kleist in der Novelle „Michael Kohlhaas“ ein literarisches Denkmal setzte. Der Kohlhaasweg erinnert an ihn.

Der Verein Pro Tempelberg e. V., der Tempelberger Chor, die Tanzgruppe „Jugeta“, die Linedance-Gruppe „Wild boots“, die Feuerwehr und der sehr aktive Ortsbeirat veranstalten Feste, deren Besucherzahl die Zahl der knapp 200 Einwohner um vieles übertrifft. Da mischt sich gelegentlich auch Landtagspräsident Gunter Fritsch, der einen Teil seiner Jugend und Kindheit in Tempelberg verbrachte, ganz privat, entspannt und fröhlich unter die Besucher. Bei der Ausschreibung des Kommunalen Kulturpreises 2000 der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik im Land Brandenburg wurden diese Aktivitäten mit dem 2. Preis gewürdigt. Die Künstlerin Kerstin Hellmich errichtete ihr Atelier im Ort. Auf dem Gelände der Forstbaumschule Lürßen lässt der Holzbildhauer Wilfried Klapproth einen Skulpturenpark entstehen.


Veranstaltungen

16.09.2017
 

Aktuelle Meldungen

Tempelberg am 2. Juli - gelungenes Dorffest trotz Dauerregen

(20.07.2011)

Wir hätten uns beim Dorffest im vergangenen Jahr lieber nicht über das all zu schöne Wetter beklagen sollen, denn diesmal hatten wir das andere Extrem: Ein feiner Nieselregen begleitete unser Fest den ganzen Tag.

Krisenberatung am Mittag. Was lässt sich kurzfristig machen, um unser so fleißig vorbereitetes Programm ins Trockene zu bekommen? Werden überhaupt Zuschauer kommen? Keine Lösung, aber eine Entscheidung: Wir lassen es auf uns zukommen und entscheiden von Fall zu Fall, d.h. von Programmpunkt zu Programmpunkt.

Gemäß dem angesagten Motto

                                                 „Die zwanziger Jahre“

waren Ortsvorsteherin Sabine Riemer sowie die Moderatoren gekleidet und auch die meisten Programmbeiträge nahmen darauf Bezug.

Mittelpunkt des Programms war natürlich unsere Tanzgruppe JUGETA, die von einem begeisterten Publikum die Glückwünsche zum (mehr als) zehnjährigen Bestehen entgegennehmen konnte.

Mit immer neuen Tänzen, Choreografien, Kostümen – aber stets mit dem gleichen Spaß bei der Sache – bewiesen die 8 Frauen, dass man sich auch mit 50, 60, 70 und fast 80 Jahren noch jung fühlen und Freude am Leben, an Geselligkeit, Musik und Bewegung haben kann. Dorothea konnten wir zum gerade gefeierten 79. Geburtstag gratulieren.

Der Schwung der JUGETA-Frauen steckte an. Mit Begeisterung wurde gesungen, gespielt und getanzt. 

Die Kinder hatten nicht nur beim Fliegerlied ihre Chance, sie spielten auch in anderen Programmteilen eifrig mit.

Das Märchen von Aschenputtel haben die Großmütter in den 20er Jahren ihren Kindern sicher auch vorgelesen, wenn auch nicht in der hier gespielten Fassung!

Aber gerade die kam beim Publikum sehr gut an.

Otto Reutters Couplets „Der gewissenhafte Maurer“ und „Der Blusenkauf“ lösten in ihrer Darstellung Lachsalven aus. Da konnte man manches schau-spielerische Talent entdecken!

Auch unsere Wild Boots hatten sich etwas zu den 20er Jahren Passendes ausgedacht. Sie wollten uns zeigen, wie man Charleston tanzt, den Modetanz der Zwanziger. Aber da kamen plötzlich welche auf die Bühne, die meinten, es besser zu können: die Mädchen – und ein Junge – vom Tanzkreis Holze aus Fürstenwalde! Sie schoben unsere Mädels beiseite. Eine kleine Rangelei zum Gaudi der Zuschauer begann. Am Ende tanzten Wild Boots und Tanzkreis gemeinsam.

Frau Holze, die mittags angesichts des Regens und der glatten Tanzfläche noch große Sorge um die Gesundheit ihrer Schützlinge hatte, fand mit einem Teppich eine Lösung für das Problem. Auch ihr machte das Programm so viel Spaß, dass sie kein Spielverderber sein wollte.  

Inzwischen hatten sich die Zuschauerplätze gut gefüllt. Alle saßen im Trockenen. Der Kuchen schmeckte wie immer, und schon kurz nach 16.00 Uhr waren die über 40 Kuchen weg.

Unser Programm ging weiter.

Jetzt hatte das „Tempelberger Palastorchester“ mit seinem Sänger Paul Schabe seinen Auftritt.

Flotte Musik der Zwanziger war zu hören und dazu wurde gespielt.

Schicke Charlestonkleider wurden präsentiert. Die „Comedian Barsolists“ wünschten sich, ein Huhn zu sein.

 

Als dann die neuesten  Bademoden vorgestellt wur-den, trieb der „schöne Sigismund“  den Spaß auf die Spitze. 

Aber das Programm war immer noch nicht zu Ende....

Am gesamten Bühnenprogramm waren wohl um die 70 Laiendarsteller beteiligt, viele in mehreren Teilen.

Uns freut besonders, dass der Anteil der Mitspieler aus anderen Orten der Gemeinde und darüber hinaus immer größer wird.

Diese und andere organisatorische Herausforderungen bei der Vorbereitung und Durchführung des Dorffestes haben die Veranstalter und ihre vielen Helfer in umfangreicher ehrenamtlicher Arbeit wie immer gemeistert. Allen Mitstreitern, die an der Organisation, am Programm, am Gestalten und Aufräumen des Festplatzes, am Kuchenbacken und am Kuchenverkauf, an der Tombola, für die Sicherheit u. a. beteiligt waren, sei an dieser Stelle im Namen des Veranstalters herzlich gedankt.

Der Ärger über den Regen ist vergessen. Wir haben noch im Nachhinein wie die Zuschauer unsere Freude an dem gelungenen Programm und bedauern die, die nicht gekommen sind.

So haben wir kurzerhand beschlossen, Programmteile beim Kartoffelfest am 17. September noch einmal aufzuführen. Wir hoffen auf besseres Wetter und mindestens die doppelte Zuschauerzahl.

Für die einzigartigen Kartoffelpuffer übernehmen wir heute schon die Garantie.

 

i. A. des Veranstalters Dr. Ch.Fielauf

 

Beim diesjährigen Dorffest in Tempelberg am 2. Juli 2011 sind die Preise auf folgende Los-Nummern nicht abgeholt worden: 083, 097, 254, 314, 356, 414, 467, 635, 638, 746, 958.

Gegen Vorlage des entsprechend nummerierten großen Losabschnittes kann der jeweilige Gewinn bei M. Tschanz, Gartenstr. 3 in Tempelberg abgeholt werden.

Zuviel des Guten ...

(01.09.2010)

... hatten wir in mehrfacher Hinsicht beim diesjährigen Dorffest in Tempelberg am 10. Juli.

Wie haben wir sonst immer bei solchem Anlass um schönes Wetter gebangt – war und ist das doch die einzige große Unbekannte, von der (fast) alles abhängt!

Wie vorhergesagt, brachte dieser 10. Juli, an dem zugleich Dorffest und Feuerwehrjubiläum stattfanden, keinen Regen, dafür aber Temperaturen um die 35 Grad. Die stellten eine noch nicht da gewesene Herausforderung für Organisatoren, Programmgestalter und Gäste dar.

Bei noch angenehmen Vormittagstemperaturen begann um 10.30 Uhr der Festumzug, angeführt von den „Tempelrittern“, dem Blasorchester der Feuerwehr, dem Bürgermeister und der Ortsvorsteherin auf historischem Löschgerät.

Feuerwehren aus Müncheberg, Beerfelde, Buchholz, Fürstenwalde, Briesen und anderen Orten stellten ihre Technik – und die Hasenfelder Feuerwehr gleich ihren „Feuerwehr-nachwuchs“ – vor.

Festreden wurden gehalten, Leistungen gewürdigt und Glückwünsche überbracht. So wurden Jörg Münchberg und Lutz Herter Dank und Anerkennung für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr  Tempelberg ausgesprochen.

Zur Mittagszeit, wenn sich sonst immer der Platz füllte und die Schlangen an den Imbissständen länger wurden, zeichnete sich bereits ab, dass die Hitze ihren Tribut forderte.

Der Appetit und viele Gäste waren auf der Strecke geblieben; auch von dem sonst so gefragten Kuchen hatten wir diesmal „zuviel des Guten“. 

Fast heroisch war der Einsatz der Mitwirkenden am Nachmittagsprogramm zu nennen. Während die immer noch zahlreichen Zuschauer von einem schattigen Plätzchen aus beobachten und Beifall spenden konnten, tanzten die „Jugeta“-Frauen - in voller Montur und sonnenbeschienen – ihre vorgesehenen Tänze. Der Gedanke, dass manche der Frauen fast 80 Jahre alt sind, rang mir höchste Bewunderung ab!

Auch die „Wild boots“ – alles Frauen – standen tapfer ihren Mann.

Ein weiterer Höhepunkt des Nachmittags begann, als 7 Zwerge, die bekannten, „alle über 40“ zu sein, auf die Bühne marschierten und „Schneewittchen“ in einer etwas veränderten Fassung aufführten. Die originelle Zusammenstellung bekannter Schlagertexte und –musik sorgte ebenso für Lacher wie die darstellerischen Leistungen der Tempelberger Laienschauspieler um Jürgen, Sally, Anne, Vanessa und Co. 

Der Nachmittag entwickelte sich zu einer Hitzeschlacht. Willkommene Abwechslung boten die Vorführungen der Freiwilligen Feuerwehr – hoffte doch jeder, von dem zum Einsatz kommenden Nass etwas abzukriegen.

Als nichts mehr zu gehen schien, wurde ein Feuerwehrschlauch mit „Verteiler“ kurzerhand auf die Wiese gelegt. Nicht nur Kinder nutzten die Erfrischung.

Ein großes Lob muss auch den Betreibern der vielen Stände am Rande des Festplatzes ausgesprochen werden. 

Seit mehreren Jahren bereichert beispielsweise das Spielmobil von JUSEV unsere Dorffeste und trägt dazu bei, dass es den Kindern Spaß macht.

Nach einem anstrengenden Nachmittag, der den Organisatoren und Akteuren alles abforderte, kam Abends allmählich Abkühlung. Mit ihr kamen auch viele weitere Gäste, die bis zum nächsten Morgen bei Diskomusik und Showeinlagen eine wunderbare Sommernacht genießen konnten.

So haben wir ein anstrengendes und letzten Endes dennoch gelungenes Fest erlebt.

Allen Beteiligten gilt unser Dank.

 

Im Auftrag des Fördervereins pro Tempelberg

Dr. Ch. Fielauf

 

 

Der Förderverein pro Tempelberg teilt mit, dass einige Preise beim Dorffest in Tempelberg am 10. Juli nicht abgeholt worden sind.

Gegen Vorlage der Abschnitte mit den folgenden Los-Nummern können sie bei Fam. Tschanz, Gartenstr. 3 in Tempelberg, in Empfang genommen werden:

040 / 057 / 223 / 490 / 538 / 581 / 597 / 605 / 625 / 641 / 657 / 811 / 856 / 937 / 988.


Dr. Ch. Fielauf

… es ist nicht immer Kaiserwetter …

(16.04.2010)

Als unser Frühjahrsputz für den 27.03.2010 geplant wurde, hat niemand gedacht, dass es an diesem Tag so sehr regnet.

Aber wir haben uns nicht entmutigen lassen.

Es waren viele fleißige Helfer im Einsatz, die mit Schippe, Harke, Säge, Karre ausgestattet, den Folgen des langen Winters zu Leibe rückten.

Es wurde gesägt, auch gestrichen, gepflanzt, geharkt und aufgeräumt.

Nun kann der Frühling kommen, …“doch an Blumen fehlt`s im Revier …“. Aber auch sie werden hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen wurde der Einsatz „Frühjahrsputz“ abgeschlossen.

  

Allen freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern möchte ich sehr herzlich für ihren Einsatz danken; denn was wären wir ohne „Sie“?  

 

Sabine Riemer

Ortsvorsteherin

Frauentag 2010 in Tempelberg

(30.03.2010)

Draußen ungemütlich kalt, empfing uns im Raum eine frühlingshafte Stimmung. Festlich gedeckt war die Tafel mit den Farben des Frühlings – hellgrün, gelb -, so auch die Farbe der Primel an jedem Gedeck und als Farbtupfer die leuchtend roten Übertöpfe.

Mit dem Gedicht „Hoffnung“ von Emanuel Geibel, vorgetragen von Gerda Pospieszynski, wurde unsere Feier zum Frauentag eingeleitet. Eine Strophe daraus: „Blast nur ihr Stürme, blast mit Macht, mir soll darum nicht bangen, auf leisen Sohlen über Nacht kommt doch der Lenz gegangen.“ Ist das nicht Hoffnung für alle Lebenslagen?

Unsere gemütliche Kaffeerunde erhielt durch Musik, Geschichten, Gedichte und Witze, vorgetragen von Herrn Fielauf, eine besondere Note. Der Applaus sollte für ihn Dank und Vorschuss für die nächste Frauentagsfeier sein.

Liebevoll betreut wurden wir durch Herrn Lutz Herter und Herrn Eckhard Gohlke, die neben der Küchenarbeit uns auch formvollendet mit Getränken versorgten.

Wir Frauen hatten uns das Backen und die Vorbereitung des Abendessens natürlich nicht aus den Händen nehmen lassen, aber wie das Vorbereitete von den Männern serviert wurde, war große Klasse!!

Mit Gesprächen und Lachen, mit Bildern und Videos von den Festen unseres Dorfes hatten wir schöne Stunden. Dafür waren wir gern bereit, die 2,00 € Unkostenbeitrag zu zahlen.

Wir fühlten uns geehrt und sagen Danke!

 

Irene, Christa und Heidi

 

 

Großputz am 04.04.2009 in Tempelberg

(17.04.2009)  

Dem Aufruf zum Führjahrsputz haben sich Groß und Klein angeschlossen und am Samstag waren fast 40 Einwohner bei schönem Wetter damit beschäftigt, den Dorfplatz und deren Umfeld zu säubern, am Buswendeplatz wurde gehakt und mit viel Fleiß eine Fläche neu mit Pflanzen angelegt.

Für den Kultur- und Sportverein (Angler) gehört das Beräumen der Teichufer zur jährlichen Vereinsarbeit. Auch auf dem Friedhofsgelände wurde wie in jedem Jahr mühsam der Komposthaufen sortiert, da immer noch viele Bürger denken, dass Plastikabfall kompostiert werden kann ... und so werden alle Grababfälle unsortiert auf dem Kompost entsorgt. 

Ebenso haben Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr das Umfeld der Feuerstelle beräumt und anfallenden Holzschnitt verbrannt.  

Für jeden Helfer gab es genug zu tun.

Nach einigen Stunden fleißiger Arbeit wurde gemeinsam Mittag gegessen und Kaffee getrunken.

 

Allen Helfern vielen Dank.

 

Sabine Riemer

Ortsvorsteherin

 

 

Weihnachtswünsche

(23.12.2008)  

„Die größten Ereignisse sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden."

 

                                                                                                                      (Friedrich Nitzsche)

 

Der Tempelberger Ortsbeirat wünscht allen Einwohnerinnen und Einwohnern der Gemeinde ein geruhsames, friedliches Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2009.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gemeindeamtes Steinhöfel vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.

 

Sabine Riemer

Ortsvorsteherin

 

 

 
 
 
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