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Heimatstube Demnitz

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Demnitz, 5 km nördlich vom Bahnhof Berkenbrück und 12 km östlich von Fürstenwalde entfernt, besitzt seit seinem 625. Geburtstag im Jahre 1979 eine Heimatstube, die bisher im ehemaligen Gutshaus untergebracht war. Seit dem20.03.2010 befindet sich die Heimatstube im ehemaligen Pfarrhaus.

Dieses, im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaute kleine Museum, gibt einen eindrucksvollen Überblick zur Entwicklung eines typischen märkischen Gutsdorfes, einschließlich der Lebens- und Arbeitsweise seiner Einwohner.

Was einst simpler Nutzungsgegenstand war, gehört heute vielfach zum wertvollem historischen Kulturgut, ist oft Rarität und in dieser Ausstellung zu betrachten:

Milchzentrifuge, Butterfass und Butterform, Kuh und Ochsengeschirr, Sense und Dreschflegel zählen ebenso dazu wie die hölzernen Holländerschuhe von einst, eine kunstvolle Mausefalle, verschiedene Kiepen und einer beschlagener Truhe.

Ferner ist eine Fotochronik über die Geschichte der Landwirtschaft im Ort zu sehen, die Freiwillige Feuerwehr wird präsentiert und Geld aus früheren Zeiten ausgestellt, sowie alte Schulfibeln, Schiefertafeln und Griffeln.


Das Besucherbuch weist Namen aus Kanada, Frankreich, England Syrien und Ungarn auf, sogar den von einem Mister Demnitz aus Cambridge in England.

(Quelle: los-demnitz.de wurde geschlossen)

Dorfstr. 5
15518 Steinhöfel OT Demnitz

Telefon (033636) 5258 Frau Brigitta Theuws, Dorfstraße 56
Telefon (033636) 27212 Frau Beatrix Oppermann, Dorfstraße 5


Fotoalben


Sonstige



Aktuelle Meldungen

Alltagsgegenstände für eine Sonderausstellung gesucht

(31.03.2009)  

Für eine Sonderausstellung zur „Langen Nacht der Museen" am 5. Juni 2009 in unserer Heimatstube suchen wir Alltagsgegenstände aus der DDR als Leihgabe.

Bitte melden Sie sich bei Christel Simmat, Tel: 033636-27399, wenn Sie uns Gegenstände zur Verfügung stellen möchten.

 

Der Heimatverein Demnitz e.V.

2008 war für die Demnitzer Heimatstube wieder ein gutes Jahr

(28.01.2009)  

Es ist an der Zeit, Rückschau zu halten und über Aufregendes und Besonderes zu berichten. Nun wird jeder denken: „Was kann es schon Aufregendes in einer Heimatstube geben?"

Lesen Sie bitte selbst!

Wir erinnern uns, im Frühjahr zum Tag der offenen Tür, besuchten uns Nichte und Neffe unseres ehemaligen Pfarrers Claus Sperling. Sie machten der Heimatstube Demnitz ein ganz besonderes Geschenk. Erste Bleistiftzeichnungen des Kunstmalers und Theologen Claus Sperling, u. a. ein verlassener Hof, Tiere und auch Porträtzeichnungen sowie Fotografien,

die ihn als Kleinkind mit seinen Geschwistern und Eltern zeigen.

Herr Reinhard Becker, Konsistorialrat i. R. und Nachlassverwalter, brachte uns zu diesem Anlass ein Original handgeschriebenes Tagebuch des Pfarrers Claus Sperling mit, und auch aus dem Nachlass des Rudolf Oßwalds erhielten wir einen Original Pfarrkalender Claus Sperlings mit handschriftlichen Ausführungen. Unserem Aufruf folgend konnten wir

erste Zeitzeugenberichte notieren, die sich insbesondere für die Erinnerungsarbeit zum Leben des Pfarrers in und mit seiner Gemeinde Demnitz gut eignen.

Die Heimatstube Demnitz wurde mit einem handgestickten Bild aus dem Nachlass der Frau Johanna Scharnow bereichert, welches bestimmt unzählige Stunden an feinster und genauer Stickarbeit bedurfte. Aus dem früheren Kolonialwarengeschäft der Fam. Scharnow kam ein handschriftliches Zeitzeugnis vom Zweiten Weltkrieg in den Bestand der Heimatstube, welches Auskunft über den Bezug von Waren auf sogenannten „Bezugsscheinen" gibt. Dazu zählten Lebensmittel und Konsumgüter, z.B. Heizmaterial, Kleidung, aber auch Genussmittel wie Alkohol, Zigaretten oder Benzin. Die Güterknappheit im Krieg kann man ersehen, sie begann auch in unserem Dorf bereits im Jahre 1939. Die Ausgabe und Verwendung dieser Bezugsscheine war nur für Demnitzer Bürger, die im Ort gemeldet waren; sie berechtigten  zum Empfang der Waren, insofern sie zur Verfügung standen.

Die Zeiten der Mangelware und dass es wirklich nichts mehr zu kaufen gab, zeigen Wortgruppen wie: „Zwei Paar Strümpfe für..." und sogar Herr von Massow, letzter Demnitzer Gutsbesitzer, ist in diesem Büchlein namentlich erwähnt, bekam die nötigsten Waren nur auf Bezugsschein. Eine Reichskleiderkarte aus den Jahren 1944/45 von Frau W. Sauer ergänzt ganz wunderbar dieses wertvolle Zeitzeugnis.

Von Frau U. Steinborn erhielten wir zwei Waagen und Stempel von der früheren Ei- und Geflügelabgabestelle Demnitz. Auch die Schulkinder wurden vor der Einschulung auf einer dieser Waagen gewogen. Einen Reisekorb von Herrn K. Schwarz, Topflappen, Musik- und Lehrbücher, Erinnerungsteller und die Heilige Schrift 1958 aus dem Besitz von

Frau M. Liebe gehören nun ebenfalls zum Bestand der Heimatstube Demnitz.

Ein Handarbeitstuch von 1905 mit verschiedenen Nähmustern, Kragen für Kleider, eine wunderschöne Kaffeekanne mit großem Blumenmuster und Goldverzierung sowie eine Kaffeekanne und kleine Milchkanne mit Rosenmuster, ebenfalls 1905, aus dem Besitz von Frau W. Sauer, verzieren nun unseren Küchenschrank.

Von Herrn Neidt erhielten wir einen elektrischen Taschenrechner aus LPG-Zeiten, und eine Blumen- und Giftspritze von früher bekamen wir von Frau Haase.

Diverse alte Fotos von Frau M. Liebe, Frau E. Melcher und Fr. Rösner, einer ehemaligen Lehrerin aus Demnitz, welche 2008 die Heimatstube mit ihrer Tochter besichtigte, bereichern nun die Fotochronik.

Die Heimatstube Demnitz bekam als Dauerleihgabe von Frau C. Vorwerk und

Herrn A. Simmat einen Ordner mit Fotos aus den vergangenen drei Jahren.

Diese neuen Leihgaben und Geschenke sind in der Heimatstube zur Besichtigung ausgestellt.

Wir bedanken uns an dieser Stelle sehr herzlich bei allen Gebern.

2008 war für die Demnitzer Heimatstube wieder ein gutes Jahr..., so begann unser Artikel und

dies trifft auf jeden Fall auf die neuen Geschenke und Leihgaben zu, aber ganz gewiss nicht auf unsere ständigen Probleme mit dem feuchten Element, das uns im vergangenen Jahr leider oft in der Heimatstube überraschte. Wir hoffen, dass hier bald die Ursache gefunden und Abhilfe geschaffen wird.

 

Im Namen des Heimatverein Demnitz e.V.

B. Oppermann und B. Theuws

 

Foto zu Meldung: 2008 war für die Demnitzer Heimatstube wieder ein gutes Jahr

Freude am und über den „Tag der offenen Tür“ der Heimatstube Demnitz am 27.04.2008

(22.05.2008)  

Bei strahlendem Sonnenschein empfingen wir am Sonntag, den 27.04.2008, einheimische Besucher, zahlreiche Gäste aus umliegenden Dörfern und aus weiter Ferne.


Als Ehrengäste begrüßten wir Frau B. Göpel, geb. Sperling aus München, Herrn K. Sperling aus Lambsheim (Nichte und Neffe unseres ehemaligen Pfarrers Claus Sperling);

Reinhard Becker, Bernau, Konsistorialrat i.R., Wegbegleiter und Nachlaßverwalter;

Herrn E. Hobusch, Sachbuchautor aus Berlin.


Dank der hübschen Tischdekoration, angefertigt von Frau U. Steinborn und des Fleißes vieler Demnitzerinnen erfreute das an der Kaffeetafel angebotene Kulinarische Augen und Gaumen.


Eine Fotoausstellung von Christel Vorwerk und André Simmat erzeugte Bewunderung für die zahlreichen eindrucksvollen Fotografien von Mensch, Tier und Landschaft.

Von ihnen erhielt die Heimatstube als Dauerleihgabe einen Ordner mit liebevoll angeordneten Aufnahmen der vergangenen zwei Jahre. Herzlichen Dank hierfür sagen wir mit der Gewissheit, dass auch unsere weiteren Besucher viel Freude beim Betrachten haben werden.


Der gemischte Chor Steinhöfe/Demnitz sang unter Musikbegleitung Frühlingslieder und Volksweisen, gemeinsam gesungene Lieder trugen zur angenehmen Stimmung bei.


In der Heimatstube führten wir zahlreiche anregende Gespräche. Erstaunen und Anerkennung für diese sorgfältig gepflegte Sammlung brachten viele Besucher zum Ausdruck.


Mit Aufmerksamkeit wurde den Lesungen aus Tagebuchaufzeichnungen Pfarrer Sperlings vom Herbst 1945 gefolgt, diese Schilderungen berührten sehr.


Ausführungen Herrn Hobuschs über das Leben und Schaffen Claus Sperlings vor seiner Amtszeit als Pfarrer unserer Gemeinde erzeugten großes Interesse, die ausgelegten und gezeigten Kopien von Zeichnungen und Gemälden des Kunstmalers Sperling trugen hierzu bei.

Im Jahre 2010 sollen das künstlerische Schaffen und der selbstlose Einsatz dieses Mannes mit einer Ausstellung gewürdigt werden, sie soll - nach einer vorübergehenden Verleihung -als Dauerausstellung unter den Fittichen des Heimatvereins Demnitz in unserem Dorf verbleiben.


In diesem Zusammenhang fragen wir an:


Wer kann uns mit Erinnerungsstücken, Informationen, Fotos, evtl. Filmaufnahmen, Trau- und  Konfirmationsscheinen, Predigten, Zeitungsartikeln von und über Pfarrer Sperling und seine Ehefrau Sophie bei diesem Vorhaben unterstützen? Schilderungen von Erinnerungen schreiben wir gern auf, Originaldokumente, die zum Kopieren überreicht werden erhalten Sie zurück.


Für die Gestaltung dieses gelungenen Nachmittags danken wir allen Teilnehmern und Akteuren sehr herzlich. Unseren Besuchern sagen wir ein freudiges Dankeschön für das gezeigte Interesse an unserer Veranstaltung und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.


Im Namen des Heimatverein Demnitz e.V.

Brigitta Theuws
Beatrix Oppermann


Foto: B. Oppermann

weitere Fotos unter "Schnappschüsse"

Foto zu Meldung: Freude am und über den „Tag der offenen Tür“ der Heimatstube Demnitz am 27.04.2008

 
 
 
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